Helicobacter pylori

Von der WHO wird das Bakterium als Krebserreger eingestuft.

Nicht jede Helicobacter pylori-Infektion führt zu einer schwerwiegenden

Erkrankung, chron. Magen-Darmerkrankungen werden dadurch jedoch begünstigt.

Helicobacter pylori-Infektionen kommen ziemlich häufig vor. Weltweit sind ca. 50 %

der Bevölkerung, europaweit sind ca. 40 % der Bevölkerung davon betroffen.

Helicobacter pylori - Ein kleines schraubenförmiges, bewegliches, Bakterium,

welches in einer Wolke von Ammoniak gebettet in unserem Magen vorkommt.

Dieses Bakterium produziert das Enzym Urease,

welches in der Lage ist Harnstoff in Ammoniak und CO2 umzuwandeln. 

Auf diese Weise wird das sauere Milieu neutralisiert, so daß der Keim

überlebensfähig ist. Aufgrund der Begeißelung ist er befähigt sich bis zur

Magenschleimhaut fortzubewegen und diese zu besiedeln.Ammoniak und oder

weitere von Helicobacter pylori sezernierte Toxine schädigen die Magenschleimhaut

und können zu einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) führen.

Das krankheitserregende Bakterium Helicobacter pylori kann sein Erbgut mit einer

bislang noch nie beschriebenen Geschwindigkeit verändern. Das berichten Forscher

von der Universität Würzburg, die dieses Erfolgsgeheimnis des Bakteriums

zusammen mit Kollegen in Berlin und den USA gelüftet haben.

 

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